Nicht jedes Wasser, das optisch klar und geruchlos ist, ist automatisch geniessbares Trinkwasser. Krankheitsverursachende Erreger wie Bakterien, Viren und Protozoen sind für unsere Augen nicht sichtbar. Infizieren kann man sich außer direkt durch verschmutztes Wasser auch durch Obst, Salate, Speiseeis, Eiswürfel in Getränken, Wasser zum Zähneputzen u.s. w.

Für Lebensmittel gilt die alte Weisheit: „cook it, peel it or forget it !“. Heisst: koch es (nicht nur kurz erhitzen), schäle es, wenn beides nicht möglich: nicht essen !
Getränke sollte man nur in originalverschlossenen Flaschen annehmen, oder aber gekocht, z.B. als Tee. Dabei sollte man beachten, dass das Teewasser auch gekocht und nicht nur erhitzt worden ist!

Es gibt vier wirkungsvolle Methoden, Wasser trinkbar zu machen:

1. Abkochen (10 - 20 Minuten) - aufwendig und mühsam. Funktioniert nur in Höhen bis 1 000 Metern und erfordert relativ viel Brennstoff, weil das Wasser mindestens 10 Minuten kochen muss. Hilft nicht gegen mit chemisch verunreinigtes Wasser und verkeimt rasch wieder.
2. Chemische Entkeimung - meistens auf Silberionen (lange Kontaktzeit, nicht gegen Viren und chemische Verunreinigung) und Chlor Basis (kurze Kontaktzeit, bedingt Geschmacksneutral) Bei der Diskussion über die Anwendung von Chemikalien zur Wasserhygiene wird Chlor gerne als gesundheitsschädlich verteufelt. Dies ist falsch, denn nicht umsonst verwenden die Profis in den Wasserwerken Chlor - um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Der verantwortungsvolle Umgang mit Chemikalien zur Wasserhygiene ist das kleinere Übel gegenüber Amöbenruhr, Cholera, Typhus und Kinderlähmung. Ganz zu schweigen von den "Chemiebomben" und deren Nebenwirkungen, die erforderlich sind um einen Patienten von diesen lebensbedrohlichen Erkrankungen zu heilen. Gummi, Kunststoff, Edelstahl, eloxiertes Aluminium und Messing werden von Chlor nicht angegriffen. Bei Überdosierung allerdings kann Silberchlorid gebildet werden. Dieses führt bei Aluminium-Trinkflaschen zu Lochfraß.

Einzeller wie Protozoen, Giardia, Billarziose und Wurmeier werden von Chlor und Silberionen nicht immer vollständig abgetötet. Sind solche Erreger im Wasser zu erwarten, empfehlen wir aus Sicherheitsgründen Filter einzusetzen.
3. Mechanisch - Keramikfilter drücken das Wasser durch eine mikroporöse Keramik, die durch eingelagertes Silber zusätzlich das Durchkeimen von Bakterien verhindert. Keramik filtert Bakterien und Protozoen, ist extrem langlebig und leistungsfähig.
Aktivkohlefilter reduzieren Giftstoffe, wie z. B. Chemikalien (Chlor, Jod, Pestizide etc.), filtern Protozoen und verbessern den Geschmack, sollten aber nach 6 bis 12 Monaten erneuert werden.

4. UV Strahlen - Seit vielen Jahren wird UV Licht zur Entkeimung von Trinkwasser eingesetzt. Dabei zerstört das Ultraviolette Licht die DNA von Bakterien und sogar Viren. Die sicherste, schnellste und wirtschaftlichste Art, Wasser zu entkeimen!

Kleines 1x1 der Mikrobiologie:

BAKTERIEN:

Bakterien sind einzellige Organismen, die in verschiedensten Formen und Variatonen in der Erde, im Wasser und in der Luft vorhanden sind.Sie können von uns optisch nicht wahrgenommen werden. Ein Kubikzentimeter Wasser kann daher Millionen von Mikroorganismen enthalten. Nicht alle Bakterien sin krankheitserregend. Die Bakterien, welche im Wasser vorkommen und unserem Organismus auf Reisen am häufigsten zusetzen, verursachen hauptsächlich Erkrankungen des Magen-Darm Traktes wie Typhus, Dysenterie, Cholera. Bakterien werden zuverlässig.

VIREN:

Viren sind die kleinsten Infektionserreger. Sie haben eine Größe von 0,00002 mm bis 0,0002 mm. Viren passieren daher Filter, die Bakterien und Protozoen zurückhalten.Zu den häufigsten Viruserkrankungen auf Reisen gehören Hepatitis, Gelbfieber und Polio. Da diese Krankheiten aber zu 90 % über andere Medien als Wasser übertragen werden, empfehlen wir eine gezielte medizinische Vorsorge, z.B. durch Schutzimpfungen. Viren werden bedingt durch Chlor, zuverlässig durch UV-Strahlen abgetötet.

PROTOZOEN:

Protozoen sind einzellige, tierische Kleinstlebewesen die als Parasiten leben. Dazu gehört z. B. Giardia, der Verursacher vom "Beaver Feaver". Eine besondere Eigenschaft der Protozoen ist ihre besondere Anpassungsfähigkeit an die unterschiedlichsten Lebensbedingungen. Die Vermehrung kann geschlechtlich oder ungeschlechtlich erfolgen. Deren Vorhandensein ist nicht unbedingt an die sichtbare Nähe von Zivilisation gebunden, Giardia ist inzwischen fast weltweit auch in scheinbar fern der Zivilisation liegenden Gewässern z.B. in Alaska, Neuseeland und auch Skandinavien verbreitet.

CHEMIKALIEN:

Aufgrund der schnellen Urbanisierung nimmt die chemische Belastung des Wassers durch Industrie, Landwirtschaft und Privathaushalte zu. Obwohl dies selten sofort Auswirkung auf den menschlichen Körper hat, können sie bei der Aufnahme über einen längeren Zeitraum gefährlich werden. Chemische Verunreinigungen können durch einen Kohlefilter reduziert werden.

Zurück

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer.

Mehr über...

Willkommen zurück!

E-Mail-Adresse:
Passwort:
Passwort vergessen?

Bestseller

01. Wachsfackeln 55 cm

2,00 EUR
inkl. 19 % MwSt. zzgl. Versandkosten

02. Hering Stahl Zeltpflock 23 cm

Ab 0,80 EUR
Stückpreis 0,85 EUR
inkl. 19 % MwSt. zzgl. Versandkosten

03. T-Eisenhering 30cm

Ab 2,70 EUR
Stückpreis 2,90 EUR
2,90 EUR pro Stück
inkl. 19 % MwSt. zzgl. Versandkosten